Bis vor kurzem war mir, als würde irgendwas mit mir nicht stimmen. Es ist nämlich so: Ich liebe Weihnachten. Normalerweise, überkommt mich gegen Mitte Oktober die erste Welle von Weihnachtsvorfreude und ich krame den Rezeptordner raus, suche Plätzchen zum Backen aus, mache mir Gedanken um Weihnachtsgeschenke, höre Weihnachtsmusik und liebäugle schon mit all der schönen und leuchtenden Deko. Doch dieses Jahr: nichts von alle dem.

Der Gedanke, dass dies neben ein paar anderen Faktoren vor allem mit meinem aktuellen Romanprojekt zu tun haben könnte, drängte sich mir auf. Obwohl die Story einige gefühlvolle, humorvolle  Szenen und Dialoge hat, die Liebe und Verbindung zu einem anderen Menschen einen wichtigen Faktor spielt, so gibt es doch auch viel Geheimnisvolles, Düsteres, den Hauch von Gefahr, Unberechenbarkeit, Rastlosigkeit und Tod. Mittendrin bei meinen Charakteren, war ich nicht sonderlich empfänglich für all die aufkommende besinnliche Weihnachtszeit im Außen. Es war einfach keine Zeit da, um mich in weihnachtliche Stimmung zu bringen, weil ich voller Euphorie in der Geschichte meines Fantasy-Romans gefangen war/bin.

In Anbetracht des herannahenden ersten Advents und meinem immer noch leeren Plätzchenkonto, habe ich dann aber doch Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet und mich für heute mit einer Freundin zum Backen verabredet (Statusmeldung: Das Ergebnis – vier Sorten –  kann sich sehen und schmecken lassen).  Gestern bin ich meiner Anti-Weihnachts-Laune mit Weihnachtsmusik- und Deko zu Leibe gerückt, um mich und die Räume schon mal in die richtige Stimmung zu bringen. Tja, am Ende saß ich inmitten meiner glitzernden Deko und mit einer Tüte Lebkuchen (hatte ja noch keine Plätzchen) am Küchentisch, im Hintergrund Elvis Presley und „Have yourself a merry little Christmas“ und war vollkommen high vom weihnachtlichen Zauber.

Vollkommen ausgefüllt von diesem „goldenen Gefühl“, kam mir die Idee, das es schön wäre, wenn meine Charaktere z.B. über einen Weihnachtsmarkt bummeln, eine Tanne kaufen oder im Schnee und Lichterschein spazieren gehen würden. Doch ich schätze, es wäre für den Charakter der Geschichte etwas kontraproduktiv und auch etwas sprunghaft gegenüber meinem derzeitigen Monatsstatus. Also nein, keine Sorge: Weihnachtsschmuck, Plätzchenduft und Tannebaum werden wohl keinen Einzug in die Geschichte finden :-)

Wie sieht es bei euch aus? Was macht ihr, um euch in „Weihnachtsstimmung“ zu bringen? Habt ihr besondere Rituale oder Bräuche? Braucht ihr einfach nur ein bisschen Kerzenschein und Punsch um euch? Was darf bei euch am Weihnachten auf gar keinen Fall fehlen?

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