Der Verfluchte

Autor: Cairiel Ari
Erscheinungsdatum: 25.03.2013
Seitenanzahl: 288 Seiten
Verlag: Weltenschmiede Verlag
Paperback (ISBN: 978-3-944504-00-1): 11,90 €
eBook (ISBN: 978-3-944504-01-8): 6,99 €


KLAPPENTEXT

„Er fühlte das verborgene Leben, die kleinen Tiere und Insekten, die sich tief im Erdboden oder unter der Rinde der Bäume vor dem Winter versteckten und schliefen. Aber das, wonach er sich so verzweifelt sehnte, fand er nicht. Sie war fort, genommen von einem Menschen. Töten, hatte der Mensch gesagt, er sollte für ihn töten. Dann erst würde er sie wiedersehen.“

Serrashil versucht verzweifelt, sich auf ihr Studium zu konzentrieren. Als sie im Schnee den verwaisten Carath findet, ist es aus mit ihrer Konzentration. Der Winterelf ist umgeben von Geheimnissen und auch an der Hohen Schule scheint etwas vor sich zu gehen, dem sie unbedingt auf den Grund gehen will. Koste es, was es wolle …

© Weltenschmiede Verlag


COVER / LAYOUT

Als ich dieses Buch zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich: Das ist wie für mich gemacht. Schnee auf dem Cover, Winter im Titel, Inhalt = Fantasy. Für einen Winter- und Fantasyliebhaber wie mich wirklich perfekt. Was mich etwas störte, war die Seitenzahl. Normalerweise lese ich gerne dicke Wälzer und dieses Buch hat „nur“ 288 Seiten. Nachdem ich es gelesen habe, haben sich diese Bedenken jedoch aufgelöst. Das Layout ist gut gesetzt, die Schrift ist klein (aber toll zu lesen), was bedeutet, dass viel Text auf einer Seite zu finden ist und damit in Summe bestimmt genau so viel Inhalt, wie ein Buch mit 350 Seiten ergibt (sag ich jetzt einfach mal so ;-)). Man spürt die individuelle visuelle Note des Verlags, was ich toll finde.


INHALT

Beim Joggen im Jadewald fällt Serrashil über einen verwundeten und ohnmächtigen Elf. Eigentlich hat sie keine „Zeit“ für einen Verletzten, für eine Ablenkung, da die Jahresprüfungen der Hohen Schule kurz bevorstehen und ihr Übertritt ins nächste Jahr auf der Kippe steht, doch sie kann ihn nicht einfach sich selbst überlassen. Wider Erwarten hilft ihr Seran, Großmeister der Gedankenmagie, den Verletzten in ein Zimmer zu bringen und aufzupäppeln. Schließlich wird Serrashil vom Schulleiter offiziell als die Betreuerin von Caratt (dem Winterelfen) bestimmt und muss mehr und mehr feststellen, dass die Begegnung mit dem Elfen in der Tat eine Menge in ihrem Leben und an der Hohen Schule durcheinander und an die Oberfläche bringt …


CHARAKTERE

Die einzelnen Charaktere sind interessant, für meinen persönlichen Geschmack nur leider etwas zu wenig greifbar und distanziert. Sie besitzen jeder für sich eine individuelle Persönlichkeit, sind unterschiedlich und vielschichtig, jedoch fehlt mir die emotionale Komponente, die einen als Leser mit den Charakteren fühlen/leiden/empfinden oder sie sympathisch finden lässt. Hier hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, ein bisschen mehr „hinter die Fassade blicken“. Besonders Carath (der Winterelf) blieb für mich sehr blass und wenig einzuschätzen. Ansonsten sind sie aber (wie erwähnt) allesamt interessant und ansprechend und passen genau in diese Geschichte. Die einzelnen „Rassen/Kulturen“ und Hintergründe hat der Autor mit viel Liebe zum Detail erarbeitet – das spürt man deutlich. Besonders toll fand/finde ich Seran, hinter dem (wie man am Ende erfährt) noch viel mehr steckt, als er zeigt – oder „nicht“ zeigt :-).


UMSETZUNG

Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden, weil man doch recht ins kalte Wasser geworfen wird, nicht viele Informationen hat. Nach und nach hat sich das jedoch gegeben, es wurde geheimnisvoller aber auch „klarer“, mehr und mehr Neugierde kam auf, ich wurde voll und ganz in die Welt des Buches (und nach Heratia) gezogen und fühlte mich dort sehr wohl. Besonders der Schauplatz – die Hohe Schule – hat es mir angetan. (Irgendwie wünscht sich doch jeder er könne eine „magische Schule“ besuchen, oder? ;-)) Die Unterkunft des Rektors/der Lehrer ist großartig und entlockt wundervolle Bilder und Empfindungen. Überhaupt wird sehr viel Fokus auf die Orte/Umgebungen gelegt, sie werden lebendig und bildhaft beschrieben, sodass man sie sich toll vorstellen kann.

Nachdem der Anfang sich viel Zeit lässt, wird das Tempo gegen Ende zu immer schneller. Hier wäre etwas mehr Zeit und Ausführlichkeit sicherlich gut gewesen, weil beim Showdown/den letzten Kapiteln wirklich viel auf einmal passiert und offenbart wird. Man hat das Gefühl ganz schnell gelaufen zu sein und dann abrupt stehenzubleiben. Natürlich sorgen die (vielen) offenen Fragen dafür, dass man neugierig auf den zweiten Teil ist, jedoch bleibt man auch ein wenig konfus zurück. Dennoch ist der Cut gut gewählt/gesetzt. Es ist und bleibt sehr spannend, wie es von dort aus weitergeht.


FAZIT 

Mir hat „Der Verfluchte – Die Winterchroniken von Heratia 1“ wirklich gut gefallen – ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen auslesen müssen! Cairiel Ari hat eine faszinierende Welt voller Magie und Charakter geschaffen, mich mit allen Sinnen dorthin mitgenommen, eintauchen und dort schnuppern lassen. Ich bin neugierig, wie es weitergeht und freue mich auf den zweiten Teil!

Es gibt vier Herzen von mir

Bewertung Bücher_4

 

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