Die Arbeit(weise) an einem Buchprojekt ähnelt sich stets, ist aber nie die gleiche. Momentan merke ich beispielsweise mehr und mehr, wie sich eine Young-Adult-Story von einer Geschichte für Erwachsene unterscheidet. Nicht nur inhaltlich (es ist klar, dass Teenager nicht die Reife & Erfahrung eines 30-jährigen haben und viele Situationen wegfallen), sondern auch vom Akt des Schreibens und Wahrnehmens her. Das Schreiben geschieht diesmal aus einer anderen Position heraus. So, als wären die Charaktere „meine Kinder“ – wortwörtlich. Ich fühle mich als Mama, die die Entwicklung und Herausforderungen ihres heranwachsenden Sprösslings mitverfolgt, statt mich, wie bei einer „Erwachsenen-Story“, auf gleicher Höhe mit den Charakteren zu befinden/zu fühlen – also nicht als „Mama“, sondern mit den einzelnen Protagonisten verbunden.

#Projekt‎Blutsvermächtnis‬ ‬ist gewissermaßen ein Ausflug in die Vergangenheit, zurück in die Gefühls- und Gedankenwelt einer sich entwickelnden Persönlichkeit, die, wie es in diesem Alter ist, noch nicht vollständig entdeckt hat, was in ihr steckt, wohin ihr Weg sie führt, was sie will und wie genau das Leben funktioniert. Es ist interessant, besonders und anspruchsvoll, aber ich merke auch, dass ich sehr gerne auf dem Parkett der „Erwachsenen“ tanze, weil der Boden nochmals weiter gefächert ist.

In diesem Sinne bin ich momentan ca. bei der Hälfte des Young-Adult-Romans angelangt, baue immer wieder neue Einfälle ein, die die Story nochmals auf eine andere Ebene heben. Daneben höre ich bereits weitere, „erwachsene“ Projekte nach mir rufen und in mir knistern, wie eine Melodie, die man nicht mehr aus dem Sinn bekommt. Eines davon „muss“ dieses Jahr noch fertigwerden (sozusagen eine angenehme Verpflichtung ), das andere will ich unbedingt ganz bald angehen und eingefangen. Und dann das dritte und das vierte …

Es sind allesamt interessante Plot-Ideen und Charaktere, die mich wieder mal auf neue Art und Weise herausfordern werden. Ich liebe sie alle und am liebsten würde ich mich allen gleichzeitig widmen, aber ich genieße auch die Zeit, die ich ganz allein mit einem Projekt, einem Kreis von Charakteren und einer „bestimmten Gefühlsmelodie“ verbringen darf ♥

 

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