Die Liebe zu so ziemlich allem


Autor:
 Christine Vogeley
Erscheinungsdatum: 1. September 2014
Seitenanzahl: 464 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Hardcover (ISBN: 978-3-426-65347-0): 19,99 €
E-Book: 17,99 €


KLAPPENTEXT

In einer hübschen kleinen deutschen Stadt gibt es ein Museum, das seinesgleichen sucht, so viele seltsame Exponate stehen dort herum und in geheimnisvoller Verbindung zueinander. Carlotta Goldkorn, die nette, überarbeitete Kuratorin, bereitet dort gerade die nächste Ausstellung vor und sitzt zu diesem Zweck dem Stockholmer Literaturprofessor Gösta Johansson gegenüber, der dem Museum ein Gemälde leihen will.
Ja, natürlich. Liebe auf den ersten Blick.

Und gleich darauf: eine Kettenreaktion aufwühlender Ereignisse mit (nicht gleich erkennbarem) Glückspotential: ein Paar fürs Leben, ein gelüftetes Familiengeheimnis, ein riesiger Kunstfälschungsskandal, ein gerettetes Kind und mehrere Leute, die endlich zu sein wagen, wer sie sind.

© Droemer Knaur Verlag


STORY

Dieser Roman ist für Leser, die nicht auf das Ziel, sondern vielmehr auf die Reise selbst aus sind.

Natürlich steigert sich die Geschichte, lüftet nach und nach mehr Geheimnisse rund um das besondere Museum, dessen Urheber und die darin verwahrten Gegenstände, gibt mehr von den Charakteren und ihren Beweggründen preis, doch ist der Sinn und die Absicht dieses Romans auf jeder einzelnen Seite zu finden, ruht im Hier und Jetzt des aktuellen Satzes.

Es ist ein Echtzeit-Roman, ein Ausschnitt aus dem Leben, eine Odé an die schönen Künste, ein Blick auf die alltäglichen Probleme, die das Mensch-Sein mit sich bringt, auf die Liebe, die Menschen auf unterschiedliche Art und Weise miteinander verbindet oder, durch vermeintliche Ängste und Zweifel, zu entzweien droht. Einzelne Leben überschneiden sich, verzweigen und verflechten sich; Sehnsüchte und Ängste verschiedener Lebensstadien werden thematisiert und tragen die Geschichte; Vergangenheit und Gegenwart werden durch Brücken miteinander verbunden, sodass die Zeit aus den Angeln gehoben und fließend wird.

SPRACHE

Abgerundet, oder vielmehr eingebettet und ummantelt, wird das Leseerlebnis durch den bildhaften, einfühlsamen und zarten Schreibstil der Autorin. Ihre Worte transportieren den Leser dorthin, wo die Charaktere sich aufhalten und bewegen, lassen sehen und fühlen, was sie sehen und fühlen: Man wandelt durch die Gänge des Museums, betrachtet das Meer, vernimmt das Kreischen der Möwen, atmet den Duft vergangener Zeiten ein …

CHARAKTERE

Wüsste man nicht, dass die Charaktere fiktiv sind, bestünde kein Zweifel, dass sie tatsächlich existieren. Jeder Einzelne ist liebevoll gezeichnet und mit greifbarer, lebendiger Persönlichkeit erfüllt, sodass man versucht ist zu sagen: Ich kenne diese Person! Ich könnte sie anrufen, ihr schreiben, mich mit ihr verabreden – derart nah und authentisch ist die Begegnung mit all den jüngeren und älteren Protagonisten.

FAZIT

Ein Echtzeit-Roman mit Wohlfühlcharakter, geschrieben mit ausgesprochenem Feingefühl für die menschliche Natur und viel Liebe zum Detail, sowohl in Bezug auf die Charaktere, Handlungsorte und das Wesen der schönen Künste bezogen.

Fünf Herzen für diesen Herzensroman!

Bewertung Bücher_5

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