Warum?

Diese Frage will mir heute einfach nicht aus dem Kopf gehen.
Genaugenommen gilt das nicht nur für heute, doch nach den gestrigen Ereignissen in Paris gilt es ganz besonders.

Warum bekämpfen Menschen sich?
Fügen einander Leid zu?
Entscheiden sich für den Hass?

Egal wie ich es drehe und wende, ich verstehe es nicht.

Es mag Unterschiede geben in Herkunft und Aussehen, Kultur und Religion, in dem, was wir denken und anstreben, doch noch viel mehr Dinge gibt es, die uns einen und verbinden, uns als Bewohner dieses Planeten auszeichnen. Jeder hat eine Mutter und einen Vater, hat zwei Augen, eine Nase und einen Mund, atmet die gleiche Luft, muss schlafen und essen, hat ein schlagendes, fühlendes Herz in seiner Brust, wird geboren und stirbt irgendwann. Jeder ist genauso gut wie sein Gegenüber, ganz egal ob hell- oder dunkelhäutig, Frau oder Mann, Kind oder Greis, aus Ost, West, Nord oder Süd, weil jeder ein Mensch ist und es nichts gibt, das sich über diese Tatsache stellen kann.

Warum können wir nicht alle den Blick auf das richten, was uns verbindet und das, was uns unterscheidet, mit Respekt achten und akzeptieren? Wie kann es sein, dass wir gegeneinander in den Krieg ziehen? Kinder zu Waisen werden? Eltern ihrer Kinder beraubt und Familien zerschlagen werden? Jeder weiß, welchen Schmerz das bedeutet, weil jeder Teil einer Familie, einer Gemeinschaft ist.

Die Erde ist ein friedlicher Planet, ein friedlicher Ort, an dem man friedlich leben kann. Es gibt keine Bedrohungen von außerhalb, keine Aliens, die kommen, um uns und unseren Planeten zu zerstören. Warum können wir nicht in Frieden miteinander leben? Warum müssen wir gegeneinander in den Krieg ziehen, ihn heraufbeschwören?

Was wäre dies für eine Welt, wenn alle Waffen und Vorbehalte niedergelegt werden und jeder sein und leben kann und darf, wie es ihm entspricht, ohne dass dabei ein anderer zu Schaden kommt – weil sich jeder im anderen erkennt und Achtung vor ihm hat?

Wir sind Menschen.
Alle.
Jeder von uns.
Ohne Ausnahme.

Warum können wir einander nicht einfach die Hand reichen und aufhören uns zu hassen? Warum können wir nicht sehen, dass, wenn wir einander bekämpfen, wir uns letztendlich doch nur selbst verletzten und zerstören?

Ein Krieg Mensch gegen Mensch kann niemals gewonnen werden, weil er nichts anderes bedeutet, als Krieg gegen ein anderes, uns gleiches und verbundenes Ich zu führen.

Ich bin kein Kind mehr und doch möchte ich jeden der Terror unterstützt und fördert, Unschuldige ermordet, Waffen gegen sein Gegenüber erhebt, sich um Macht, Geld oder des Glaubens willen über andere stellt, mit der unschuldigen, naiven Stimme eines Kindes fragen: Warum? Warum tötest du die Mütter und Väter, Töchter und Söhne, Freunde und Geliebten eines anderen Menschen, wo sie doch ebenso die Deinigen sein könnten?

Dein Gott mag nicht mein Gott sein und meiner nicht der Deine. Vielleicht ist es aber so, dass die Welt verschiedene Stimmen und Götter braucht, sodass wir Einblick in die vielen Facetten eines großen Ganzen nehmen können. Auf diese Weise kann sich jeder Einzelne auf den Aspekt ausrichten, der seinem Wesen und Lebensweg am stärksten entspricht, den er am besten verstehen kann, ohne dass es bedeutet, sich damit gegen/über Irgendetwas oder Irgendwen zu stellen. Vielleicht sind wir gar nicht so verschieden, wie du denkst. Vielleicht kommt es dir nur auf den ersten Blick so vor. Was kostet es dich, einmal genauer darüber nachzudenken, ehe du dich für den Hass gegen einen fremden Menschen entscheidest? Vielleicht könnte dieser fremde Mensch, den du vorhast zu töten, sogar ein Freund von dir werden?

 

#PrayforParis
#PrayfortheWorld

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