Rabentod_Nikola Hotel

 

Autor: Nikola Hotel
Erscheinungsdatum: 26. April 2016
Seitenanzahl: 418 Seiten
Verlag: Amazon Media
Taschenbuch (ISBN: 978-1503936454): 9,99 €
E-Book: 4,99 €

 

KLAPPENTEXT:

Isa und Alexej sind dem Jäger entkommen, aber ihr Glück währt nur kurz: Auf einem ihrer Streifzüge durch den Wald findet Isa einen Raben, dem das Herz herausgeschnitten wurde.

Ihre dunkle Vorahnung wird zur Gewissheit, als sie erfährt, dass der tote Vogel tatsächlich ein Rabe aus Alexejs Schwarm ist. Dann wird Alexej entführt, und jeder Tag, der vergeht, hält für ihn neue Qualen bereit. Um ihn zu retten, muss sich Isa ausgerechnet mit dem Mann verbünden, der ihr am meisten Angst einjagt: Sergius. Zusammen schmieden sie einen verzweifelten Plan, bei dem jeder von ihnen einen hohen Preis zahlen muss. Doch ihnen bleibt keine andere Wahl, denn der Tod kommt mit schnellen Schwingen …

© Amazon Media

MEINE MEINUNG

Die Geschichte von Isa, Alexej und dessen Schwarm geht endlich weiter! Alle, die sehnlichst darauf gewartet haben, werden für ihre Geduld belohnt, so viel ist sicher. Abermals entführt die Autorin Nikola Hotel nach Tschechien, in die Wälder Böhmens, bis in die goldene Stadt Prag.

Wo sich der erste Teil „Rabenblut“ als zeitgenössisches Märchen mit Liebe und Magie, geheimnisvollen Tieren, einem besonderen Wald, zwei ausdrucksstarken Hauptcharakteren und einem Geheimnis umschreiben lässt, ist der zweite Teil düsterer, temporeicher, von Spannung und Dramatik durchzogen. Das Märchen muss sich der Wirklichkeit stellen, muss erwachsen werden, muss Entscheidungen treffen, die nicht jeden als Gewinner zurücklassen. Und was den Leser angeht: Er muss sich auf eine Achterbahnfahrt einstellen, an deren Ende er mit zerzaustem Haar zurückbleibt und sich erst einmal sammeln und sortieren muss. Herzschmerz ist (möglicherweise) inklusive.

Nach Teil 1 hatte ich die Vermutung, dass in Teil 2 mehr von einem bestimmten Charakter zu erwarten ist. Dass diese Erwartungen derart übertroffen werden, hatte ich allerdings nicht geahnt. Sergius, der „blonde Engel/Teufel“ und Teil des Schwarms, hat Alexej in diesem Teil gewissermaßen die Show gestohlen – und das kann man ihm nicht einmal übel nehmen. Im Gegenteil: Er hat nicht nur das gewisse Fünkchen „Bad Ass“, sondern auch jede Menge schwarzen Humor in die Geschichte gebracht. Man will mehr über ihn und seine Vergangenheit wissen, will hinter seine Fassade blicken. Klischee hin oder her, Bad Boys haben etwas, dem man sich nicht entziehen kann und meist steckt doch trotzdem ein Fünkchen Gutes in ihnen – oder nicht? Sergius lässt sich allerdings nicht durchschauen und gerade als man denkt, man würde es endlich tun, stellt die Autorin alles auf den Kopf …

Alexej, der Anführer des Rabenschwarms, kommt dennoch nicht zu kurz. Er muss zwischen dem, was richtig ist und seinem besten Freund wählen, wird an körperliche Grenzen gebracht, die seine Moral auf eine harte Probe stellen und dann ist da auch noch die Sache zwischen Isa und Sergius, die eigentlich keine ist. Oder doch? Alexej muss in diesem Teil wirklich eine Menge einstecken, aber er ist definitiv ein Kämpfer und findet (s)seinen Weg.

Und was Isa angeht: Sie muss Stellung beziehen, ohne zu wissen, wo genau sie eigentlich steht. Lässt sich ihr Leben tatsächlich mit dem von Alexej vereinen? Wie wird ihre gemeinsame Zukunft aussehen? Oder ihre eigene? Sie teilt Nähe und tiefe Momente mit Alexej, welche aber dennoch von dessen Erbe überschattet werden und sie zwingen, mit Sergius an einem Strang zu ziehen. Denn: Der Schwarm ist nicht nach wie vor nicht sicher und der ungeplante Nachwuchs bringt neue Probleme mit sich …

FAZIT

Auch wenn Sergius sich diesmal breitbeinig und mit arrogantem Grinsen im Vordergrund postiert hat, haben nicht nur er, sondern auch Isa, Alexej, die ganze Geschichte und natürlich Prag, der Hauptschauplatz, begeistert! „Rabentod“ ist ein mehr als würdiger Nachfolger, der eine atemlose Achterbahnfahrt der Gefühle garantiert! Nikola Hotel zeigt nicht nur eine andere Seite ihrer Romanwelt und Helden, sondern auch eine andere Seite von sich. Ihrer Stärke die Szenerie greifbar zu machen, den Leser tief in das Geschehen eintauchen zu lassen und ihn emotional zu packen, bleibt sie jedoch treu. Ich kann es kaum abwarten den Finalband zu lesen und eine weitere Facette der Story und Autorin zu entdecken!

 

Bewertung Bücher_5

 

 

=> Hier geht´s zur Rezension von Teil 1

 

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2 Kommentare zu „Rezension: Rabentod – Auf Schwingen getragen

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