Zwischen letztem Donnerstag und vergangenen Dienstag habe ich ca. 1360 km zurückgelegt, teils mit dem Zug, teils mit dem Bus. Eine Reise aus meiner Heimat im Süden Deutschlands bis nach Berlin ist schlicht und einfach kein Katzensprung, wenn man der Teleportation nicht mächtig ist. Zwischenstopp hat es auch noch einen gegeben und zwar in Jena, bei einer Freundin. Gefühlt habe ich eine kleine Weltreise hinter mir, wohl aus diesem Grund, und weil die Tage immer länger waren als die Nächte, habe ich die vergangenen 36 Stunden größtenteils mit Schlafen verbracht. Mein Plan, am Mittwoch hoch motiviert am PC zu sitzen und weiter an #ProjektNacht zu arbeiten, ist daher kläglich gescheitert. Was also tun, um zurück in den Schreibflow zu finden bzw. aus dem Tal des Halbkomas aufzusteigen? Die Erlebnisse der vergangenen Tage niederschreiben klingt nach einer guten Idee. Nun, es geht vielleicht noch ein bisschen zäh von der Hand, aber es wird.

 

Für mich war es nach letztem Jahr der zweite Besuch der Veranstaltung am Prenzlauer Berg, was, nebenbei, ein wirklich schönes Fleckchen Berlin ist. Der Wettergott hat es in diesem Jahr gut gemeint, zum Glück nicht so gut wie am Freitag, als das Thermometer schweißtreibende 32 Grad zeigte. Sonnenschein, blauer Himmel und Temperaturen um die 20 bis 23 Grad – die perfekte Mischung, um sich im Außenbereich aufzuhalten, in dem die Meet & Greets stattfanden, ein Päuschen eingelegt, gegessen oder einfach nur gequatscht werden konnte.

Denn: Die Veranstaltung ist auch immer ein Wiedersehen mit Freunden / Bekannten / Autoren / Bloggern, die man während des Jahres nur auf den Buchmessen trifft. Überhaupt ist der familiär anmutende Rahmen innerhalb des gemütlichen Geländes das, was die LoveLetter Convention ausmacht. Autoren hautnah, quasi einen Stuhl weiter – im Trubel der Buchmessen bleibt dafür meist kein Raum und keine Zeit. Hier aber steht genau das auf der Tagesordnung.


Während sich viele Besucher der LLC auf ihre Lieblingsautoren freuen, reizt mich neben den Vorträgen und Workshops (für Autoren) besonders das Entdecken neuer Bücher und Autoren. Ich schätze das Liebesromangenre in seiner ganzen Vielfalt, doch mag ich Liebe in Verbindung mit einer Prise Phantastik am liebsten. Die LLC bietet daher die perfekte Möglichkeit auf Neues aufmerksam zu werden. Beispielsweise auf den humorvollen Entertainer Benne Schröder und sein Debüt „In der Liebe ist die Hölle los“, „Winterseele“ von der amerikanischen Autorin Kelsey Sutton (sie hätte man am liebsten direkt mit nach Hause genommen, so sympathisch und süß, wie sie war) oder auf das Duo Bianca Iosivoni (Soul Mates) und Mona Kasten, die mir selbstverständlich ein Begriff sind, mit ihren Romanen jedoch – bisher – noch nicht bis in mein Regal vorgedrungen sind. Aber, was nicht ist … ;-)

Aufmerksam bin ich in diesem Jahr aber vor allem auf einen Verlag geworden, der nicht neu, mir jedoch nicht präsent war. Die Rede ist vom Ravensburger Verlag, dessen Team- und Buchvorstellung absolut sympathisch und herzlich war! Wenn Menschen für das brennen, was sie tun, dabei selbst zum begeisterten Fan(girl) mutieren, weckt das sowohl Neugierde und Begeisterung an den verlegten Werken als auch an den dahinter stehenden Menschen. Ich werde künftig definitiv ein Auge auf den Verlag haben! Gemessen an den Büchern, die demnächst erscheinen, solltet ihr das auch tun ;-)

Einen Großteil der Zeit habe ich in der Aula bei Panels mit Themen wie Sehnsuchtsorte, Trends, Indie-Autoren und Phantastische Romantik verbracht, den Rest bei Workshops rund um Cover, Buchtitel und Kick-Ass-Heldinnen oder im sonnigen Garten. Egal ob ein Programmpunkt nun von Verlagsmitgliedern oder Autoren selbst geleitet wurde: interessant war beides.

Nur halb so schön wäre das Wochenende gewesen, wäre ich nicht mit meiner tollen Mädelstruppe unterwegs gewesen. Zusammen schmeckt es einfach besser, hört es sich einfach besser zu, wartet es sich in der Schlange der Signierstunde besser, ist die Zeit einfach spaßiger. Die schicken Sonnenbrillen waren übrigens ein Goodie der LLC-Tasche, gesponsert von Montlake Romance ;-)

Passend zu Emily Bolds Roman „Wenn Liebe Cowboystiefel trägt„, erschienen bei Montlake Romance, wurden zudem schicke Cowboyhüte verteilt. Sonnenschutz mit Stil ;-) Da haben Franzi von Griinsekatzes-Leseecke und ich am Abend im Hotel direkt noch ein Foto geschossen.

Sogar einen waschechten Cowboy und einen Bullen hat der Verlag organisiert.
Daumen hoch!

Abschluss des LLC-Wochenendes hat die Signierstunde gebildet. Ich bin happy über die Bücher, die mich nach Hause begleitet haben, auch wenn der Koffer wirklich verdammt schwer war. Hermines Tasche wäre bei der Heimreise ein enormer Vorteil gewesen ^^

Ein Lob und Dank gebührt den Organisatoren, Ersthelfern und Technikern, dem Sicherheitspersonal und allen die dafür gesorgt haben, egal ob im Hinter- oder Vordergrund, dass die Convention stattgefunden hat, wie sie stattgefunden hat!

Mit einem original LLC-Winken verabschiede ich mich. Macht es gut und bis zum nächsten Mal! Ich statte dann mal meinem Manuskript einen Besuch ab, jetzt, wo ich warm gelaufen bin ;-)

PS: Eine Vorstellung der Bücher, die ich mit nach Hause gebracht habe, folgt in Kürze als separater Beitrag :-)

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